Manche Wege scheinen endlos zu verschleiern und zu verschwimmen, wenn man in die Ferne blickt. Die Zeit, sie tickt, aber es fühlt sich an, als ob sie nicht wirklich eine Richtung hat. Man fragt sich oft, ob es den einen richtigen Moment gibt, den perfekten Schritt, den man tun muss, oder ob alles nur ein Spiel der Umstände ist. Manchmal, in den stillen Stunden der Nacht, kommen die Ängste, flüstern, dass man etwas falsch machen könnte, dass man zu spät ist, dass es zu schwer wird. Doch am Ende, nach all der Qual, wenn der Morgen sich seinen Weg durch die Dunkelheit bahnt, merkt man, dass alles seinen Platz findet. Nicht in der Art, wie man es vielleicht erwartet hat, sondern in einer Weise, die nur das Leben selbst kennt.
Ich erinnere mich an gestern, an die Momente der Verzweiflung. Wie eine Mauer vor mir, riesig, erdrückend, fast unüberwindbar. Jeder Schritt schien zu schwer, jede Entscheidung zu groß. Die Hürden, die vor mir standen, fühlten sich an, als ob sie mich erdrücken wollten. Es gab Momente, in denen ich fast aufgeben wollte, die Flinte ins Korn werfen, mich von allem befreien. Doch dann, als der Schmerz am lautesten schrie, fand ich einen kleinen Funken Zuversicht in mir.
Es war nicht die große Erleuchtung, sondern ein zartes Gefühl – dass es okay ist, nicht immer alles zu wissen. Dass es in Ordnung ist, Ängste zu haben, weil sie auch nur ein Teil des Weges sind. Vielleicht gibt es keinen perfekten Plan, keinen idealen Moment. Aber der Weg, er wird gegangen, Schritt für Schritt, oft im Dunkeln, aber dennoch immer weiter. Und irgendwann, so unbemerkt, wird die Hürde überwunden. Es fühlt sich dann nicht an wie ein Triumph, sondern wie eine Erleichterung.
„Alles wird gut“, sagen die Worte, aber es sind nicht nur Worte. Es ist ein Wissen, das tiefer geht, ein Vertrauen, das sich langsam einstellt. Manchmal muss man einfach durch die Angst hindurchgehen, um den Mut zu finden, weiterzumachen. Und auch wenn wir uns oft fragen, warum alles so schwer scheint, zeigt sich am Ende doch, dass es genauso passieren musste. Denn, wie es immer so schön heißt, „alles kommt, wie es kommen soll“. Und wir, wir müssen nur loslassen, vertrauen, und den Moment leben – so wie er kommt.