Leichtigkeit

„Manchmal liegt die wahre Stärke nicht im Durchhalten ohne Pause, sondern im Mut, trotz der Unsicherheiten immer wieder einen Schritt nach dem anderen zu gehen.“

Leichtigkeit – ein schweres Unterfangen, wenn es nicht so ist, wie es eigentlich sein sollte. Ich blicke in die Ferne und merke immer noch, dass ich all das, was ich in den letzten Monaten gelernt habe, nicht einfach loslassen kann. Es ist kein Wunder, dass es einen so beschäftigt.

Wenn man morgens nach fast einem Monat, nach dem Abschluss der Umschulung und dem Bestehen der Prüfungen, aufwacht und denkt, man müsste noch lernen… Klar, es war mir nicht immer möglich, morgens zu lernen. Oft habe ich abends gelernt, manches Mal auch während der Arbeit. Mein Ziel war es, meinen Weg zu gehen.

Einige meiner Eigenheiten tun mir noch immer leid. Ich möchte mich nicht in Ausreden flüchten, aber mein eigener Zufluchtsort war mir keineswegs leicht.

Ein Gedanke begleitete mich stets: „Du willst es doch tun, um deinen Weg zu erreichen.“ Jetzt ist mein Weg vervollständigt.

Der Weg war dennoch nicht so einfach und wenn ich wie heute Morgen meine Schritte gehe und die frische Luft einatme, merke ich immer noch, dass meine Gedanken an diesen Weg noch nicht abgeschlossen sind.

Aber ich weiß, dass es mich unglaublich stolz macht, nicht vom Weg abgekommen zu sein und weitergemacht zu haben – auch wenn der Weg manchmal hart und steinig war und ich am liebsten vor der einen oder anderen Klausur oder Prüfung davonlaufen wollte.

Doch oft haben diese Prüfungen besser abgeschnitten, als ich es mir ausgemalt hatte. Manches mal wusste ich nicht mehr, was ich geschrieben habe ich wusste nur ich habe etwwas geschrieben und dann war da einfach dieser Funktionstunnel. Ich wusste ich habe viel gelernt und es konnte nicht alles falsch sein und dann war doch das meiste richtig.
was ich tatsächlich erreicht habe, war in vielen Situationen wie weggeblasen.